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Musik im Tanzunterricht

In diesem Blogbeitrag geben Ute und Alexandra Impulse für den Einsatz von Musik






Kinder lieben Musik. Musik kann uns beflügeln, glücklich oder traurig stimmen, beruhigen, entspannen, uns zum Bewegen anregen.

Im Tanz ist Musik ein zentraler Bestandteil. Musik hat gerade für Kinder einen großen Aufforderungscharakter zur Bewegung, sie beeinflusst in einem hohen Maß die Bewegungsqualität.

Musik soll deshalb in der Tanzvermittlung immer gezielt eingesetzt werden, nicht „einfach nur nebenbei laufen“.

Die Auswahl der passenden Musik in der Vermittlung erfordert eine besondere Sorgfalt und ist oft sehr zeitraubend in der Vorbereitung. Aber dieser Zeitaufwand lohnt sich.

Viele Kinder hören in ihrem Alltag nur Kinderlieder und die Charts aus dem Radio.

In der Tanzvermittlung können sie andere Musiken erleben: Klassik, Avantgarde, Jazz, Kindertanz, neue Musik, Folklore, mit und ohne Stimme, schnell und langsam, fremd und vertraut, Dur und Moll, 4erTakt und 3er Takt, auch mal ganz andere Taktarten, staccato und legato, fröhlich und traurig…

Es gibt Kindertanzmusik, die sich durch klare A – B Teile auszeichnet, z.B. ein langsamer und ein schneller Teil. Diese sind in der Vermittlung gut einsetzbar, da sie sehr deutlich für die Umsetzung in Bewegung geeignet sind, musikalisch-künstlerisch muss man da manchmal Abstriche machen.

Wir möchten ermutigen, sehr sorgfältig und immer mit einem kritischen Ohr, die Musik auszuwählen. Wir beeinflussen und prägen damit die Hörgewohnheiten der Kinder.

Musik in der Vermittlung bedeutet aber nicht nur Musik aus der Konserve. Die Stimme der Tanzvermittlerin ist ein großartiges Instrument und spielt eine große Rolle in der Bewegungsbegleitung. Die Stimme ist immer dabei, sofort und direkt verfügbar und kann sofort auf jede Situation reagieren. Sei es sprechend, singend, Geräusche machend, Akzente setzend, in Form von Reimen oder Liedern oder frei improvisiert.

Auch Instrumente finden Verwendung in der Tanzvermittlung. Es kann, je nach Fähigkeit der Tanzvermittler*in improvisierte Musik auf ihrem Instrument sein (wie es in der Rhythmik hervorragend umgesetzt wird), aber auch kleine Percussion- oder Orff´sche Instrumente sind wunderbar einsetzbar.

Einzelne Töne auf einem Klangholz laden zu staccato Bewegungen ein, der lange Ton einer Triangel bestimmt die Länge einer langsamen, fließenden Bewegung, die Trommel regt zum schnellen Laufen, Skips oder Galopp an. Die Möglichkeiten der Umsetzung sind grenzenlos.

Insbesondere (Hand-)Trommel, Triangel und Claves (Klanghölzer) haben sich im Kindertanzunterricht bewährt.

Die Verwendung von Musik, Stimme und Instrumenten können somit vielfältig ihre Verwendung finden und die Stimmungen der Tanzvermittlungsphasen maßgeblich prägen und beeinflussen und somit auch zu Energieänderungen beitragen.

Aber wie fast immer in diesem Kontext gilt - Probieren geht über Studieren!





MUSIKTIPPS




Musiktipp 1

Der Titel Wechselbad von Ensemble Rossi hat einen klaren A- und B- Teil. Du kannst mit den Kindern zu Gegensatz-paaren, wie schnell und langsam tanzen. Dabei erleben die Kinder die Unterschiedlichkeit einesschwingenden 6/4 Taktes und die Geradlinigkeit des 4/4 Taktes.


Reinhören:



Musiktipp 2

René Aubry ist eine sehr bekannter Komponist der Tanzwelt. Er wird gern und häufig gespielt. Lade deine Kinder ein, sich zu dem Stück Zig Zag im Zickzack oder mit Sprüngen durch den Raum zu bewegen.


Reinhören:



Musiktipp 3

Hexentanz von Fredrik Vahle animiert die Kinder zu temporeich-en Bewegungen durch den Raum mit vielen Richtungswechseln. Die dynamische Musik lädt ein zu wirbeln, zu springen und zu schnellen Ebenen-wechseln.

Reinhören:





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